Liveticker Ukraine-Krieg: Russland führt massive Schläge gegen Hafeninfrastruktur in Odessa

14.08.2026 19:40 Uhr
19:40 Uhr
Medien: Selenskijs Kommunikationsstil sorgt für Unmut in Polen
In Warschau sorgt insbesondere Kiews Vorgehen bei den Forderungen nach Patriot-Raketen für Irritation. Zugleich verstehe man, dass Selenskijs Auftreten mit der verzweifelten Lage der Ukraine zusammenhänge, berichtet Wirtualna Polska.
Kiew geht demnach davon aus, dass Polen eine größere Zahl von Patriot-Raketen liefern könnte. In Warschau wird jedoch betont, dass es keine offizielle Anfrage aus der Ukraine gebe. Diskussionen über die Medien und Versuche, moralischen Druck auszuüben, würden als unangemessen empfunden. Das Blatt zitiert einen Vertreter des polnischen Verteidigungsministeriums:
"Selenskij hat die polnischen Patriot-Raketen gezählt und entschieden, dass wir uns eine große Spende leisten können. Uns überrascht, woher er die Gewissheit über die Zahl der PAC-3-MSE-Raketen in unseren Lagern nimmt. Außerdem sollte eine solche Diskussion mit einer offiziellen Anfrage beginnen und nicht mit einem Interview."
Selbst im Falle einer Zustimmung Warschaus gehe es laut Wirtualna Polska lediglich um einige wenige Raketen. Der Bestand der polnischen Armee wird auf rund 200 PAC-3-MSE-Raketen geschätzt. Auch die geplante Übergabe polnischer MiG-29-Kampfjets im Austausch gegen ukrainische Technologien und Drohnen stößt dem Bericht zufolge auf Schwierigkeiten. Die Verhandlungen seien weitgehend abgeschlossen, doch es gebe Zweifel an der Zuverlässigkeit der ukrainischen Partner. Eine Quelle der Zeitung sagte:
"Mit den Ukrainern kann man sich einigen und alles unterschreiben. Die Frage ist, ob sie es auch umsetzen werden."
Die Übergabe der MiG-29 könnte dem Bericht zufolge in den kommenden Wochen erfolgen.
19:19 Uhr
Gebiet Kursk: Mann fährt auf Sprengsatz und wird verletzt
Bei der Feldarbeit ist im Gebiet Kursk ein 41-jähriger Mann auf einen Sprengsatz der ukrainischen Streitkräfte gefahren und dabei verletzt worden. Dies teilte der Gouverneur der Region, Alexander Chinstein, mit. Der Mann kam mit einem Drucktrauma in die Poliklinik des Zentralen Bezirkskrankenhauses von Rylsk. Laut dem Gouverneur sind die Verletzungen leicht. Für den Mann bestehe keine Gefahr. Er werde ambulant behandelt und ärztlich überwacht.
18:54 Uhr
Gebiet Cherson: Fünf Tote und 31 Verletzte durch ukrainische Angriffe
Innerhalb einer Woche sind im Gebiet Cherson fünf Zivilisten getötet und 31 weitere verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram mit. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 7. bis zum 14. August. Zudem seien innerhalb einer Woche 144 ukrainische Kampfdrohnen vom Typ Flugzeug abgeschossen und elf explosive Gegenstände unschädlich gemacht worden.
18:35 Uhr
Lawrow zum Ukraine-Konflikt: "Wir werden viel härtere Methoden anwenden, um alles zu zerstören"

Russlands Außenminister Sergei Lawrow.© Russisches Außenministerium Moskau werde als Reaktion auf ukrainische Terroranschläge härtere Methoden im Konflikt anwenden, so der russische Außenminister. Sergej Lawrow betonte zugleich, dass man sich dabei nicht auf Kiews Niveau herablassen werde. Inzwischen hat Moskau Selenskijs Vorschlag zu einer begrenzten Waffenruhe im Schwarzen Meer zurückgewiesen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.18:18 Uhr
Mann stirbt zwei Tage nach Mobilisierung in ukrainischem Krankenhaus
Zwei Tage nach seiner Mobilisierung ist ein Einwohner des Dorfes Kletenka im Gebiet Winniza in einem Krankenhaus gestorben. Eine Dorfbewohnerin berichtete, dass auf dem Leichnam Spuren von Gewalt festgestellt worden seien. Die Frau schrieb auf Facebook:
"Am 7. August 2026 wurde Nikolai im Rahmen der Mobilisierung zum territorialen Rekrutierungszentrum (TZK) gebracht. Am 9. August kam seine Mutter zu ihrem Sohn. Er sagte ihr, dass er geschlagen worden sei. Noch am selben Tag starb Nikolai im Zentralen Bezirkskrankenhaus von Kasatin."
Laut ihren Angaben wurde die Familie erst zwei Tage später, am 11. August, über den Tod informiert. Als die Angehörigen den Sarg öffneten, sahen sie ein "blaues Gesicht mit Spuren von Verletzungen" sowie einen gebrochenen Arm, der mit unbekanntem Material verbunden war. Die Familie fordert eine objektive und umfassende Untersuchung der Todesumstände.
Das ukrainische Portal Strana.ua berichtete hingegen unter Berufung auf die örtliche Polizei, der Mann sei nach einem Sturz aus dem Fenster einer Kaserne im zweiten Stock ins Krankenhaus eingeliefert worden und an den Folgen des Sturzes gestorben.
17:50 Uhr
Warum stellt Kiew Berichte über abgeschossene russische Raketen ein?
Kiew hat die tägliche Veröffentlichung von Berichten über abgeschossene russische Raketen eingestellt. Offiziell wird diese Entscheidung mit Sicherheitsaspekten begründet, um zu verhindern, dass Russland die Effektivität der ukrainischen Luftabwehr einschätzen kann.
Laut Vertretern des prorussischen Untergrunds gibt es jedoch einen anderen Grund: Die Ukrainer würden zunehmend Widersprüche zwischen den Angaben der ukrainischen Streitkräfte und der Realität feststellen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Der Untergrund erklärte:
"Während die Luftstreitkräfte meldeten: 'So viele von so vielen abgeschossen', zählten die Menschen in den Gebieten Odessa, Saporoschje und Dnjepropetrowsk die Einschläge selbst – und kamen auf ganz andere Zahlen."
Dies sei der eigentliche Grund für die Änderung der Berichterstattung und nicht die Sicherheit. Zudem fehle der ukrainischen Armee zunehmend Munition für die Patriot-Systeme. Die Verbündeten könnten nicht schnell genug Nachschub liefern. Kiew kann diesen Umstand jedoch nicht offen eingestehen.
Am Vortag erklärte Wladimir Selenskij, die Ukraine verfüge lediglich über ein Zehntel der benötigten Abfangraketen für Patriot-Systeme. Zuvor war es der Ukraine in einer Nacht nicht gelungen, auch nur eine einzige russische Rakete abzuschießen.
17:33 Uhr
Drohnenangriff auf Melitopol: Drei Verletzte an Bushaltestelle
Der Gouverneur des Gebiets Saporoschje, Jewgeni Balizki, teilt mit, dass bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt Melitopol drei Menschen verletzt wurden, die sich zum Zeitpunkt der Explosion an einer Bushaltestelle befanden.
Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, in dem sie die notwendige Hilfe bekommen.
17:10 Uhr
Miroschnik nennt Juli blutigsten Monat für Kinder
Der Juli war laut einem Bericht des Sonderbeauftragten des Außenministeriums Russlands, Rodion Miroschnik, der "blutigste" Monat seit Jahresbeginn 2026, was die Zahl der durch ukrainische Angriffe getöteten und verletzten Minderjährigen angeht. In dem Bericht heißt es:
"In diesem Zeitraum kamen 12 Kinder durch die Hand ukrainischer Kämpfer ums Leben, 55 weitere wurden verletzt."
Seit Februar 2022 bis zum 31. Juli 2026 wurden demnach insgesamt 1.600 Minderjährige verletzt oder getötet. Davon starben 276, rund 1.400 trugen Verletzungen davon.
16:47 Uhr
Russlands Streitkräfte greifen ukrainische Hafeninfrastruktur an
Russlands Verteidigungsministerium teilt mit, dass die russischen Streitkräfte weiterhin Häfen und Schiffe angreifen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden.
Im Laufe des Tages wurden der Mitteilung zufolge folgende Treffer mit luftgestützten Präzisionswaffen und Kampfdrohnen gelandet:
- im Hafen Odessa ein Treib- und Schmierstofftank, der für die ukrainischen Streitkräfte bestimmt war
- im Hafen Juschny ein Lager mit Waffen, Militärtechnik und Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte.
16:28 Uhr
Sewastopol: Drei ukrainische Drohnen abgeschossen
In Sewastopol wehrt das russische Militär aktuell einen Angriff der ukrainischen Streitkräfte ab. Gouverneur Michail Raswoschajew teilt mit, dass drei Drohnen in den Bezirken Gagarinski und Balaklawa bereits abgeschossen worden seien.
In Sewastopol gilt seit 14:26 Uhr Moskauer Zeit Luftalarm.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
