Liveticker Iran-Krieg – Israel greift Südbeirut an – während US-Iran-Gespräche laufen

14.06.2026 13:00 Uhr
13:00 Uhr
Israel greift Südbeirut an – während US-Iran-Gespräche laufen
Die israelische Armee hat Ziele im südlichen Vorort von Beirut, Dahiyeh, angegriffen. Nach Angaben des Militärs habe es sich dabei um "Infrastruktur" der Hisbollah gehandelt, wie in einer Mitteilung auf Telegram erklärt wurde.
Der Angriff erfolgte wenige Stunden, nachdem die libanesische Hisbollah mehrere Drohnen auf Nordisrael abgefeuert hatte. Das israelische Militär bezeichnete diesen Angriff als schwere Verletzung der Waffenruhe.
Israel habe die im April vereinbarte Feuerpause wiederholt gebrochen. Demnach seien israelische Truppen in den Süden des Libanon vorgedrungen und hielten dort weiterhin Gebiete besetzt, während zugleich nahezu täglich Luftangriffe durchgeführt würden.
Vor dem Hintergrund der aktuellen regionalen Spannungen wird der jüngste Angriff zudem im Kontext der laufenden diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und Iran eingeordnet. Israel ist darum bemüht, einen Deal zwischen Iran und den USA zu sabotieren. Bereits in der vergangenen Woche hatte es wechselseitige Angriffe zwischen Israel und Iran gegeben, nachdem Israel Luftschläge auf Ziele im südlichen Beirut durchgeführt hatte.
⚡Israeli Airstrike on Beirut https://t.co/O7Wvn1PMFypic.twitter.com/Dn5y11h2sS
— Middle East Report (@SheikhSaab59733) June 14, 202612:30 Uhr
USA: Iran hat Bergung seines hochangereicherten Uranvorrats erschwert
Nach Angaben von fünf mit US-Geheimdienstinformationen vertrauten Quellen hat Iran in den vergangenen Wochen seine Bemühungen deutlich verstärkt, seine Bestände an nahezu waffenfähigem Uran zu sichern. Demnach seien Tunnel gezielt zum Einsturz gebracht und Zugänge mit Sprengminen versehen worden.
Der Zugang zu rund einer halben Tonne hochangereichertem Uran sei dadurch erheblich schwieriger, gefährlicher und zeitaufwendiger geworden als noch vor einem Monat, als US-Präsident Donald Trump öffentlich erwogen hatte, die US-Armee mit der Sicherstellung des Materials zu beauftragen, so ein Bericht von CNN.
Die neuen Sicherungsmaßnahmen erschweren demnach die Pläne der Trump-Regierung, das Uran im Rahmen eines möglichen Abkommens mit Iran zu entfernen und zu vernichten. Gleichzeitig stelle sich die Frage, wer eine mögliche Bergung unter den gefährlichen Bedingungen übernehmen würde.
Die iranische UN-Vertretung reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Das Weiße Haus äußerte sich ebenfalls nicht zu den Berichten.
US-Präsident Trump hat wiederholt betont, dass die Sicherung des Materials eine Priorität der Vereinigten Staaten in den laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Krieges und zur Wiederöffnung der Straße von Hormus sei, die Iran faktisch geschlossen habe.
Auch für Iran selbst wäre die Entfernung des angereicherten Materials nach Angaben mehrerer Quellen inzwischen schwierig und gefährlich. Demnach wären schweres Aushubgerät sowie umfangreiche Minenräumarbeiten erforderlich, die mit erheblichen Risiken verbunden seien.
"Wenn diese Berichte zutreffen, würde das die Bergung des hochangereicherten Urans definitiv erschweren", sagte Scott Roecker, der von 2017 bis 2021 das Office of Nuclear Material Removal der US-Behörde für nukleare Sicherheit leitete.
Zugleich könnte die Situation Iran auch Möglichkeiten bieten, seine nuklearen Aktivitäten zu verschleiern.
Wenn Verhandlungsführer verlangen würden, dass Iran den gesamten Bestand zur Überprüfung an einen zentralen Ort bringt und das Material anschließend entfernt oder verdünnt wird, läge die Verantwortung vollständig bei Teheran, den Zugang zu ermöglichen und das gesamte Inventar offenzulegen, so Roecker.
Gleichzeitig äußerte er Bedenken: In einem solchen Szenario könnte Iran behaupten, ein Teil des hochangereicherten Urans sei nicht mehr zugänglich. Dadurch bestünde keine vollständige Gewissheit, dass Iran später nicht erneut Zugriff auf Teile des Materials erhalten könnte.
Die internationale Gemeinschaft geht davon aus, dass sich der Großteil des Bestands in eingestürzten Tunneln des Nuklearkomplexes Isfahan in Zentraliran befindet, während weitere Mengen an anderen Standorten lagern.
11:30 Uhr
Iran: Keine endgültige Entscheidung über Abkommen mit den USA
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars ist noch keine endgültige Entscheidung über ein Friedensabkommen mit den USA gefallen. Unter Berufung auf eine informierte Quelle heißt es, Teheran habe den Entwurf eines Rahmenabkommens zur Beendigung des US-israelischen Kriegs gegen Iran bislang nicht abschließend gebilligt.
Die politische, rechtliche und technische Prüfung des Memorandum of Understanding (MoU) laufe weiterhin auf Experten- und Entscheidungsebene, so die Agentur.
Während US-amerikanische und pakistanische Regierungsvertreter die Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens am Sonntag in Aussicht gestellt hatten, äußerte Teheran erneut Zweifel am Zeitplan.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, das Abkommen solle am Sonntag – seinem 80. Geburtstag – unterzeichnet werden.
🔴منبع آگاه: تصمیم نهایی تهران دربارۀ تفاهمنامه در دست بررسی است
— خبرگزاری فارس (@FarsNews_Agency) June 14, 2026
یک منبع آگاه نزدیک به تیم مذاکرهکننده: ایران هنوز تصمیم نهایی خود دربارۀ تفاهمنامه پیشنهادی را اعلام نکرده است.
۱/۳11:15 Uhr
WSJ berichtet: Diplomatische Annäherung zwischen USA und Iran nach Gewaltspirale
In einem am Sonntag veröffentlichten Artikel berichtet das Wall Street Journal, wie Trump gezwungen wurde, sich stärker auf einen Deal mit Iran zu konzentrieren, statt weiter auf eine Eskalationsspirale zu setzen.
Trump hatte am vergangenen Wochenende gerade erst eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran vermittelt, als sich bereits die nächste Krise im Nahen Osten anbahnte: Ein US-Kampfhubschrauber vom Typ Apache stürzte nahe der Straße von Hormus ab, nachdem er von einer iranischen Drohne getroffen worden war.
Der US-Präsident reagierte zunächst mit einer Eskalation, nachdem der Apache-Hubschrauber abgestürzt war: Er ordnete Vergeltungsschläge gegen Iran an und drohte mit Angriffen auf zivile Infrastruktur. Teheran schlug daraufhin gegen US-Stützpunkte und Verbündete am Persischen Golf zurück. Anschließend eilten Diplomaten aus Katar und Pakistan herbei, übermittelten Botschaften zwischen Teheran und Washington und brachten einen möglichen Friedensdeal für Mittwoch ins Gespräch – und überzeugten Trump, weitere Angriffe vorerst abzusagen.
Für Trump verdeutlicht das Schwanken zwischen Drohungen und Einigungsrhetorik das politische Dilemma: Ein Deal, zu dem Iran bereit ist, wäre innenpolitisch schwer als Erfolg zu verkaufen. Analysten zufolge setzt seine Strategie darauf, die schwierigsten Streitpunkte zunächst auszuklammern, um Teheran überhaupt an den Verhandlungstisch zu bringen.
Auch Iran steht vor einem innenpolitischen Problem: Hardliner innerhalb der Revolutionsgarden lehnen Zugeständnisse an Trumps Forderungen strikt ab, insbesondere ohne direkte Gegenleistungen der USA. Gleichzeitig haben die militärischen Schäden und die US-Blockade am Persischen Golf Teheran jedoch unter Druck gesetzt und in Richtung einer Einigung gedrängt.
Trotz Fortschritten bestehen weiterhin Differenzen, insbesondere bei eingefrorenen iranischen Vermögenswerten, der Kontrolle über die Straße von Hormus und der Frage des hochangereicherten Urans. Iran drängt weiterhin auf schnellen Zugriff auf seine Gelder.
Trump reagierte später verärgert auf einen geleakten Entwurf, der aus seiner Sicht Iran zu stark begünstigte, und wies sein Team an, diese Darstellung eines "schwachen Deals" zurückzuweisen.
Offen bleibt, ob Trumps Entscheidung für den Krieg tatsächlich zu einem besseren Abkommen führt als frühere diplomatische Ansätze, etwa das Atomabkommen von 2015 (JCPOA), aus dem die USA während seiner ersten Amtszeit ausgestiegen waren. Experten weisen darauf hin, dass ein künftiges Abkommen ähnliche Schwächen haben könnte.
Selbst bei Zustandekommen eines Rahmenabkommens stehen noch monatelange, komplexe Verhandlungen bevor – mit dem Risiko eines Scheiterns. Iran behält zudem die Fähigkeit, die Straße von Hormus zu blockieren, durch die rund 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen verlaufen.
10:30 Uhr
Al Arabiya: USA und Iran bereiten für heute virtuelle Unterzeichnung eines Deals vor
Die Delegationen der USA und Irans werden nach Angaben von Quellen des Senders Al Arabiya heute ein virtuelles Treffen zur Unterzeichnung eines Friedensabkommens abhalten. Das Treffen soll unter Beteiligung der vermittelnden Staaten Pakistan und Katar stattfinden. Demnach soll während der Schalte ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet werden.
An dem Treffen sollen US-Vizepräsident JD Vance sowie der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf teilnehmen. Nach der Unterzeichnung soll die Straße von Hormus wieder geöffnet und der Transit gebührenfrei ermöglicht werden. Zudem soll im Anschluss die Blockade iranischer Häfen aufgehoben werden.
🔴 The US and Iranian delegations will hold a virtual meeting today to sign the peace agreement, sources tell Al Arabiya
— Al Arabiya English (@AlArabiya_Eng) June 14, 2026
🔴 The meeting will be held in the presence of mediating states, Pakistan and Qatar, the sources say
🔴 The Memorandum of Understanding (MoU) will be… pic.twitter.com/QNNjKwHNXG09:00 Uhr
Israelische Medien reagieren mit Sorge auf erwartetes US-Iran-Abkommen
Berichte über eine unmittelbar bevorstehende Einigung zwischen den USA und Iran haben in israelischen Medien bereits Kritik ausgelöst. Mehrere Kommentatoren und Reporter befürchten, dass ein Abkommen den Einfluss Teherans in der Region weiter stärken könnte.
Der Kolumnist Ben Caspit schrieb in der Zeitung Maariv, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe zwar wichtige militärische Erfolge erzielt, den eigentlichen Machtkampf mit dem Iran jedoch verloren.
"Das einzige Ereignis, das unsere militärischen Siege über die Hamas, die Hisbollah und Iran in den vergangenen Jahren übertrifft, ist die politische Niederlage, die wir unmittelbar danach gegen sie erlitten haben", schrieb Caspit.
Ein weiterer Maariv-Kolumnist, Avi Ashkenazi, beklagte, Israel habe keinen Einfluss auf die Ausgestaltung des erwarteten Abkommens nehmen können. "Israel war aufgrund des Versagens der politischen Führung nicht in der Lage, den Inhalt der Vereinbarung zu beeinflussen", schrieb er.
Auch das Nachrichtenportal Ynet berichtete unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter, dass in Jerusalem große Besorgnis über den Verlauf der Verhandlungen herrsche. Ein ranghoher israelischer Beamter bezeichnete die bevorstehende Einigung als "schlechtes Abkommen".
In der Zeitung Haaretz argumentierte der Kolumnist Zvi Bar'el, Iran sei aus einer Position der Stärke an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Das Land verfüge über "strategische Druckmittel", die sowohl die regionale als auch die globale Wirtschaft beeinflussten. Dadurch seien die USA gezwungen gewesen, improvisiert zu handeln, anstatt einer langfristigen Strategie zu folgen. Nach Ansicht Bar'els geht es Iran inzwischen nicht mehr nur ums Überleben – Teheran trete erneut selbstbewusst als regionale Großmacht auf.
08:00 Uhr
Waffenruhe gegen Öffnung der Straße von Hormus: USA und Iran vor Deal
US-amerikanische und pakistanische Regierungsvertreter stellten die Unterzeichnung eines lange erwarteten Rahmenabkommens zur Beendigung der Kampfhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran für Sonntag in Aussicht. Teheran äußerte jedoch Zweifel am Zeitplan.
US-Präsident Donald Trump schrieb am Samstag in den sozialen Medien, dass das Abkommen mit Iran am folgenden Tag – seinem 80. Geburtstag – unterzeichnet werden solle. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif erklärte, beide Seiten hätten sich auf die Eckpunkte eines Friedensabkommens geeinigt. Islamabad bereite eine elektronische Unterzeichnung am Sonntag vor, auf die in der kommenden Woche Gespräche auf technischer Ebene folgen sollten.
Obwohl die US-Luftangriffe die militärisch-industrielle Basis Irans geschwächt und seine Streitkräfte stark beschädigt haben, gehen westliche Experten davon aus, dass der Krieg die Machtstellung der iranischen Revolutionsgarde sogar weiter gefestigt hat.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Freitag, dass zwar noch Änderungen am Abkommen möglich seien, die vorläufige Einigung jedoch zeige, dass sein Land aus dem Krieg gestärkt hervorgegangen sei.
Nach Angaben von Quellen aller an den Gesprächen beteiligten Seiten sieht die vorgeschlagene Absichtserklärung vor, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die US-Seeblockade aufzuheben. Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm – einen der zentralen Gründe, mit denen Trump den Krieg begründet hat – sollen anschließend stattfinden.
"Iran wird die Straße von Hormus öffnen, das ist eine Voraussetzung. Sie könnte ohne Durchfahrtsgebühren geöffnet werden. Sobald das geschieht, werden wir unsere Blockade aufheben", sagte ein US-Regierungsvertreter vor Journalisten.
"Das wird zeitgleich erfolgen. Ein weiterer Schritt in der nächsten Phase wird die Räumung der Seeminen in der Meerenge sein", erklärte der Vertreter. Er deutete an, dass dabei auch die Staaten der Gruppe der Sieben (G7) eine Rolle spielen könnten.
Nach Angaben der Downing Street sprach Trump am Samstag in einem Telefonat mit dem britischen Premierminister Keir Starmer über die Bemühungen, den Konflikt mit Iran zu beenden.
Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Quellen beschrieben Reuters die Eckpunkte des Entwurfs: Demnach würden die USA im Gegenzug zur Öffnung der Straße von Hormus damit beginnen, eingefrorene iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe freizugeben und Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufzuheben.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars zitierte Außenamtssprecher Esmail Baghaei mit den Worten, dass die Freigabe der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte ein wesentlicher Bestandteil des Abkommens sei. Zugleich müsse Iran Gebühren für Dienstleistungen in der Straße von Hormus erheben.
Außerdem müssten ausländische Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, berichtete die Agentur, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Das iranische Atomprogramm soll im Rahmen einer 60-tägigen Verhandlungsphase behandelt werden. Ein US-Regierungsvertreter erklärte, das Abkommen werde letztlich zur vollständigen Demontage des iranischen Atomprogramms führen.
13.06.2026 19:32 Uhr
19:32 Uhr
Trump: "Deal" mit Iran wird am Sonntag unterzeichnet
Die Unterzeichnung eines "Abkommens" (gemeint ist offenbar das Memorandum, von dem in den vergangenen Tagen die Rede war – Anm. d. Red.) zwischen den USA und Iran sei für Sonntag geplant, erklärte US-Präsident Donald Trump am Sonnabend in einem Post auf Truth Social. Seinen Angaben zufolge wird die Blockade der Straße von Hormus sofort nach der Unterzeichnung aufgehoben.
"Zu gegebener Zeit, wenn alles ruhig ist", schreibt Trump weiter, werden die USA "dank unserer großartigen B-2-Bomber und ihrer brillanten Piloten vordringen und den Nuklearstaub holen, der tief unter den mächtigen, versunkenen Granitbergen verborgen liegt, und ihn zerstören, sei es in Iran oder in den Vereinigten Staaten".

16:07 Uhr
Iranisches Außenministerium: Unterzeichnung des Memorandums mit den USA am 14. Juni findet nicht statt
Das iranische Außenministerium äußerte sich zu den Berichten, dass das Memorandum zur Beilegung des Konflikts mit den USA am Sonntag unterzeichnet werden sollte. Der Sprecher des Ministeriums, Esmail Baghai, sagte, dass die Unterzeichnung nicht am 14. Juni stattfinde. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass dies in den nächsten Tagen geschehen könnte, teilte er mit.
"Informationen über den genauen Zeitpunkt der Unterzeichnung des Memorandums müssen noch abgewartet werden. Auch wenn dies nicht morgen geschehen wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Tagen geschieht, nicht ausgeschlossen", zitiert ihn der iranische Staatsfernsehsender.
Zuvor hatte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif erklärt, dass das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran wahrscheinlich innerhalb der nächsten 24 Stunden endgültig unterzeichnet werde.
15:40 Uhr
IRIB: Die Beisetzung von Ali Chamenei findet am 9. Juli statt
Die Trauerfeierlichkeiten für den ehemaligen obersten Führer Irans, Ali Chamenei, und seine Beisetzung finden vom 4. bis 9. Juli statt. Dies teilte der staatliche Rundfunk- und Fernsehsender IRIB mit. Die Abschiedsfeier soll in der Chamenei-Moschee in Teheran abgehalten werden, die Beisetzungszeremonie erfolgt am 6. Juli in Teheran und am 7. Juli in Qom. Die Beisetzung findet am 9. Juli in Maschhad, der Heimatstadt von Ali Chamenei, statt.
Ali Chamenei wurde am 28. Februar durch einen US-israelischen Luftschlag gegen Teheran getötet. Auch mehrere seiner Familienmitglieder und weitere hochrangige Beamte starben bei dem Angriff, der späteren Berichten zufolge, von langer Hand durch Spionage-Aktivitäten vorbereitet wurde. Der 86-jährige Ali Chamenei war das politische und religiöse Oberhaupt der mehrheitlich schiitischen Islamischen Republik Iran. Zugleich war er die höchste geistliche Instanz im Rang eines Ajatollah und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Durch seinen gewaltsamen Tod erlangte er den Märtyrer-Status.
Das iranische Staatsfernsehen verkündete den Tod Chameneis mit der Mitteilung: "Seine Heiligkeit Imam Chamenei ist ins höchste Königreich aufgestiegen, indem er den süßen Nektar des Märtyrertums während des gesegneten Monats Ramadan getrunken hat." Als Nachfolger im Amt des obersten Führers Irans wurde der 56-Jährige Sohn Chameneis, Modschtaba, gewählt.

Gläubige Anhänger der iranischen Regierung hängen Plakate mit dem Bild des Obersten Führers Ali Chamenei auf einer Kundgebung am 13. Mai in Teheran.Urheberrechtlich geschützt
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